Ich war gespannt, als am Freitag in den Medien die Bekanntgabe des neuen Namens von Orange angekündigt wurde. Um 19:10 Uhr sollte es soweit sein. Als Orange-Kunde der ersten Stunde interessiert es mich natürlich, wie “mein” Anbieter heisst. OK, natürlich auch aus beruflichen Gründen, da so ein Namenswechsel einiges mit sich bringt:
Ein komplett neues Corporate Design, die Kommunikation, die Veröffentlichung, die Umrüstung der Shops, Website und und und. Eine gewaltige Aufgabe, bei der einiges schief laufen kann. Und dann natürlich auch noch der neue Name. Wird er mich so ansprechen, wie mich damals Orange angesprochen hat? Wie gefällt mir der Auftritt, die Preispläne?

Es geht mir nicht darum, die Arbeit von anderen zu kritisieren, sondern eher meine Erwartungen und Emotionen darzulegen.

Jedenfalls war es dann soweit: 19:10 Uhr, in den Sozialen Medien hagelt es schon Kritik. Der neue Name:

Salt.

Hmmm. OK. Salt. naja, ich hatte ehrlich gesagt irgendwie mehr erwartet. Zu gross war die Ankündigung und die Geheimniskrämerei. Fast schon wie bei Apple, wenn Sie ein neues Produkt präsentieren wollen. Nur halt eben ohne diesen “WOW!”-Effekt. Aber gut, dann eben Salt.

Natürlich wollte ich mir auch gleich das neue Logo ansehen. Aber auch hier hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Viel gab es ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu sehen – nur ein Foto von dem Event, an dem eine grosse Leuchtschrift präsentiert wurde. Vom Hocker gehauen hat es mich definitiv nicht. Aber vielleicht muss ich mich erst daran gewöhnen… Es gibt ja Dinge, die einem erst beim zweiten Mal hinschaen gefallen. Also warte ich mal ab, bis die neue Website online ist.

Vom kontrastreichen Auftritt von Orange ist nichts mehr zu sehen. Die Website wirkt auf den ersten Blick weniger gut organisiert und chaotischer als vorher. Einloggen mit meinem Orange-Benutzerkonto geht nicht, man muss sich ein neues Konto eröffnen. Finde ich doof, habe aber keine andere Wahl. Mir fällt gleich auf, dass es neue Preispläne gibt, welche man jährlich bezahlt. Naja, warum nicht. Aber lohnt sich das für mich? Gleich mal den Tachenrechner gezückt und nachgerechnet. Obwohl mir die Preisspanne von CHF 999.- bis CHF 1699.- anfangs relativ teuer vorkam, merkte ich gleich, dass ich mit meinem aktuellen Abo fast an der oberen Grenze der neuen Preispläne kratze. Muss mir das Ganze also echt nochmals in Ruhe anschauen. Vielleicht ist sind die Preise in meinem Fall ja eher der Zucker und weniger das Salz.

Müsste ich ein Fazit daraus ziehen, würde das in etwa so aussehen:
Ob der Name gut ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Mir persönlich spricht er nicht wirklich an. Die Preise sind immer noch so gesalzen, wie bei Swisscom und Sunrise (im Vergleich zu unseren Nachbarn Deutschland und Österreich). Aber da ich mich schon an diese Preispläne und Kosten gewöhnt habe, hätte es mich erstaunt, wenn Salt. die Preise massiv gesenkt hätte.
Was mir aber richtig gut gefällt: Auf dem Handy sieht es toll aus, oben links “SALT”.

Share on